Eine neue Perspektive – wieso stagniert Digitalisierung in der Finanzbranche

Grow Digital Blog // 13.09.2019 // 5 Minuten Lesezeit // Tim Becker CEO

Wer heute noch glaubt, dass "Digitalisierung" ein Selbstläufer ist, der verwehrt sich entweder jeder Realität oder hat einfach noch nie im Finanzsektor gearbeitet. Hier passiert zwar auf der einen Seite viel, denn Customer Self Service und eigene Online Plattformen gehören in Banken und auch manchen Vermögensverwaltungen zum Standardrepertoire. Aber wenn es um die eigenen Fachprozesse, beispielsweise um Verbesserungen der Vertragsververwaltung oder eine zeitgemäße Archivierung geht, dann tut sich die Branche schwer - ungewöhnlich schwer. Tim Becker, CEO der TGC, ist diesem Umstand einmal auf den Grund gegangen.

Leitfrage:
Wieso profitieren Unternehmen der Finanzbranche noch nicht so von digitalen Technologien, wie eben jene es eigentlich ermöglichen? Erfahren Sie, wie ein zufälliges Treffen mit einem Freund genau hier zur Chance für die ganze Finanzbranche wurde.

Erkennen Sie Ihr Ausgangsproblem?

Als langjähriger Leser der „Welt“, begegnen mir fast täglich Tipps, wie man sein Geld anlegen kann oder sollte. Hierbei stoße ich auf etliche Grundbegriffe, wie ETF`s, Fonds oder Wandelanleihen. Wie diese im Detail funktionieren, das ist mir bis heute nicht wirklich klar geworden. Und dennoch suchte ich in der Vergangenheit selbst nach geeigneten Anlegemöglichkeiten – ohne Erfolg. Also stand ich vor einer scheinbar unlösbaren Aufgabe. Der Frust darüber führte letztlich zur unausweichlichen Alternative: Das persönliche Gespräch mit einem Experten. Und siehe da, dieser fand innerhalb weniger Stunden Lösungen für ein Problem, welches mich nun schon seit Jahren beschäftigte. Für mich war es erleichternd eine Lösung zu finden, aber rückblickend auch irgendwie noch einmal frustrierend, wenn man sich so lange damit abgemüht hat.

Das Thema Digitalisierung in Vermögensverwaltungen, Banken & Co. verhält sich im Grunde genauso. Allen Menschen, die im Geldmarktgeschäft täglich mit viel Papier arbeiten und dabei unnötige Arbeitszeit verbrennen, ist klar, dass ihre Arbeitsweise sicherlich nicht zeitgemäß und zukunftsweisend ist. Genauso klar, wie mir schon lange ist, das Geld auf einem unverzinsten Sparbuch liegen zu lassen, grober Unfug ist. Bei jedem genervten Durchblättern eines Ordners oder dem 5. Laufweg ins Archiv drängt sich der richtige Gedanke auf, dass das mit Sicherheit auch anders geht. Schneller, direkter, strukturierter; warum nicht in der Unternehmung wie bei Google suchen können? – aber wie findet man den Zugang zu digitalen Lösungen?

Die Finanzbranche hat das gleiche Problem mit digitalen Themen, wie die Nicht-Finanzbranche das Problem hat, Anlagestrategien zu verstehen: Es fehlt die Bildung in den wesentlichen Grundbegriffen und Möglichkeiten. (Ich mag an dieser Stelle anmerken, dass dieser Text speziell für die Finanzbranche geschrieben ist, aber das oben beschriebene Problem übergreifend auf alle Branchen zutrifft – ich hoffe das gibt Ihnen lieber Leser, etwas innerlichen Frieden).

Wer machts bei Ihnen? Digitalisierung ist ein Fall für die IT? Leider falsch!

Meine These: Ihnen fällt es genauso schwer einen passenden Ansprechpartner zu finden, wie mir, einen verlässlichen Finanzexperten auszugraben. ,„Was, das ist kein Problem“ denken sich nun viele Lenker des Geschäftsalltags, dafür haben wir eine IT, „die kennen sich ja mit Software aus“. Leider funktioniert das auch nicht. Das Themenfeld Digitalisierung ist extrem dynamisch und noch breiter aufgestellt, sodass sich keine IT der Welt solide in jedes neue Software-Thema einfach mal so einarbeiten kann.

Nehmen Sie Dokumentenmanagement-Systeme, hier warten 600 Anbieter mit verschiedenen Funktionen darauf, verstanden zu werden, bevor Ihre IT eine fundierte Empfehlung aussprechen kann. Das gängige Ergebnis der Vorhaben in Sachen Digitalisierung ist dann das gleiche, wie bei meinem unverzinsten Sparkonto: Es passiert nichts, man akzeptiert den Zustand stillschweigend und nimmt sich fest vor, bei passender Gelegenheit die Initiative zu ergreifen. Dieses Vorhaben erneuert sich dann mindestens in jährlicher Regelmäßigkeit.

Mein persönlicher Grund, weshalb ich zunächst täglich die "Welt" las und keinen Experten ansprach, war der, dass ich nicht so richtig wusste, mit wem ich mich unterhalten sollte. Denn man kann oder konnte mir ja erst mal „alles erzählen“. Mein erster Schritt, die Suche nach dem richtigen Experten, war für mich als Laie schon fast unmöglich. Gehe ich zu einer Bank, zu einer großen Vermögensberatung oder zu einem selbstständigen Vermögensverwalter um die Ecke? Denn ich wollte mit niemandem reden, der mir einfach nur ein Produkt verkaufen will, sondern einen Ansprechpartner finden, der mich erst mal neutral in das Thema einführt und mir meine Möglichkeiten erörtert. Immerhin muss ich grundlegende Entscheidungen treffen, an die ich mich für viele Jahre binde. Und die sich direkt auf die Wertschöpfung meiner Unternehmung und meiner privaten Finanzen auswirkt!

Ich vermute, Ihre Reise durch das Thema der Digitalisierungsmöglichkeiten sieht ähnlich aus. Ihre Probleme, die richtigen Ansprechpartner zu finden, sind exakt die gleichen. Und weiterhin würde ich wetten (um 1kg Kaffeebohnen unseres Lieblingskaffees), dass Sie meine oben geschilderte Frustration im Thema Digitalisierung teilen können. Dass Sie, wie ich mir eingestehen musste, schon lange wissen, dass Sie wertvolle Wertschöpfung verlieren und einfach nicht an das Thema rankommen.

Wenn dem so ist, mag ich Sie ermutigen, im letzten Teil zu entdecken, wie wir Ihr Problem, bzw. das Ihrer Branche genauso schnell und einfach lösen, wie mein Problem vom richtigen Experten gelöst werden konnte.

 

 

Lösungsbeschreibung:

So haben wir das Problem für die Finanzbranche gelöst.

Wenn Sie unseren Grow Digtal Process (unsere Lösung für optimale Digitalisierung) bereits kennen, dann haben Sie vielleicht erahnt, dass Unternehmen der Finanzdienstleistung eigentlich nicht zu unserer klassischen Kundschaft gehören. Wir arbeiten normalerweise mit Firmen, die eine Mitarbeiteranzahl größer 1.000 haben und sind gebürtig in den Großkonzernen dieser Welt mit unseren Lösungen zu Hause.

Vor einigen Jahren jedoch entstand zufällig der Kontakt zu einem Family Office, in dem ein Bekannter von mir arbeitete. Diese Family Office schilderte, dass sie die gleichen prozessualen Probleme wie die Industrie haben, jedoch als Organisation mit 10 – 15 Mitarbeitern wesentlich kleiner aufgestellt sind. Die Aufgabenstellungen waren für uns recht einfach: digitale Akten etablieren, Vertragsmanagement, Workflows für Zahlbelege, Transaktionsdokumente digital archivieren, spezifische Compliance-Themen abdecken…

Wir haben uns nun also für das Family Office gemäß unseres Grow Digital Process auf die Suche nach einer passenden Lösung gemacht. Die Challenge war ja nicht, irgendeine Lösung zu finden. Es ging, darum, eine Lösung zu finden, die die vielen Anwendungsfälle abdeckt und zugleich der Unternehmensgröße angemessen ist, aber selbstverständlich auch die gleichen professionellen Aspekte mitbringt, wie im industriellen Umfeld.

Gesagt getan, haben wir für das erste Family Office die Lösung etabliert und einen zufriedenen Kunden gewonnen. Die erste Empfehlung aus dem Kreis des Family Office ließ nicht lange auf sich warten, da viele Family Offices die Problemstellung teilen und man sich gerne einer funktionierenden Lösung anschließen wollte. In der Konzeptionsphase (Part des Grow Digital Process) haben wir dann recht schnell gemerkt, dass die Anforderungen anderer Family Offices sehr ähnlich sind. Auch wenn die Schwerpunkte im Geschäft unterschiedlich bleiben, die informationslogistischen Aufgaben sind die Gleichen. So konnten wir schnell weitere Family Office-Kunden mit der gleichen Best-Practice-Lösung zufrieden stellen.

Erfreulicherweise hat diese Best-Practice-Lösung auch recht schnell in Richtung Vermögensverwaltung, Banken sowie Asset- und Investment Manager ausgestrahlt, die sich aufgrund der guten Lösungen im Bereich der Family Offices dafür interessiert haben, ob diese auch für Ihre Unternehmungen eingesetzt werden können.

 

Was zählt, ist die richtige Technologie für Ihre Fachprozesse

Wir haben mit diesen Interessenten dann im Rahmen der Konzeption des Grow Digital Process festgestellt, dass die Geschäfte aus Sicht der Informationslogistik tatsächlich derart ähnlich sind, dass wir mit den gleichen Lösungen unabhängig der Unternehmensgröße schnelle Erfolge erzielen konnten.

Sehr interessant wurde es dann, als wir die Konzeption für die ersten Banken gemacht haben. Hier haben wir im Vorfeld vermutet, dass wir andere technologische Lösungen benötigen, was sich aber als Irrtum herausgestellt hat.

Die Fachprozesse in einem FO sind natürlich unterschiedlich zu denen einer Vermögensverwaltung, zu denen einer Bank – die technologischen Anforderungen aber derart ähnlich, dass wir immer wieder zu großen Teilen auf die gleich bewährte Best- Practice-Lösung zurückgreifen können. Und dort wo die Best-Practice-Lösung nicht passt, können wir mit anderen Technologien aus unserem Portfolio HIER und dem Grow Digtial Process im Rahmen der Konzeption passende Erweiterungen bauen. Denn wir liefern immer die passende Lösung, so wie es Ihr Unternehmen braucht.

Lassen sie sich unsere Lösung einmal zeigen

Gerne nehme ich mir persönlich oder einer unserer Mitarbeiter für Sie Zeit, um Ihnen die "Best-Practice-Lösung" zu zeigen. Einfach hier klicken und einen unverbindlichen 15-minütigen Termin vereinbaren.

Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören!

 

Tim Becker, CEO TGC

Tim Becker 
CEO TGC